RRV prüft Einsatzzeitraum frischer Rüben in Biogasanlagen

Datum des Artikels Freitag, 14.08.2015

Über welchen Zeitraum hinweg kann man Biogasanlagen mit frischen Rüben versorgen und wie entwickelt sich der Gasertrag während dieser Zeit? Dieser Frage geht der Rheinische Rübenbauer-Verband in einem neuen Forschungsvorhaben nach...

RRV prüft Einsatzzeitraum frischer Rüben in Biogasanlagen Landwirtschaftsministerium NRW fördert praxisnahes Forschungsprojekt Über welchen Zeitraum hinweg kann man Biogasanlagen mit frischen Rüben versorgen und wie entwickelt sich der Gasertrag während dieser Zeit? Dieser Frage geht der Rheinische Rübenbauer-Verband in einem neuen Forschungsvorhaben nach, welches fachlich auf dem Projekt „Einsatz von Rüben in Biogasanlagen“ aufbaut. Nachdem im Rahmen des ersten Projekts unter anderem die ertragliche und ökonomische Konkurrenzfähigkeit des Einsatzes von frischen Rüben gegenüber Mais als Biogassubstrat belegt werden konnte, ist das neue Vorhaben gezielt auf die Umsetzung dieser Erkenntnisse in die landwirtschaftliche Praxis ausgerichtet. Durch die Optimierung des Einsatzes frischer Rüben in Biogasanlagen könnte sich ein Anteil von 20 bis 30 % Mais im Substratmix über einen Zeitraum von bis zu acht Monaten durch Rüben substituieren lassen. „Mit der Rübe könnten die regional sehr hohen Maisanteile an der Ackernutzung in Nordrhein-Westfalen aufgelockert und die guten Fruchtfolgeeigenschaften der Rübe genutzt werden. Deshalb fördere ich gerne dieses Projekt des Rübenbauer-Verbandes“, so Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. Das Interesse der landwirtschaftlichen Praxis an den Ergebnissen des ersten Forschungsprojekts konzentrierte sich neben den Erkenntnissen über den Einsatz gemuster Rüben auf den Einsatz frischer Rüben als Biogassubstrat, nicht zuletzt auf Grund des geringen Investitionsvolumens. Hier gilt es nun, der Praxis gesicherte Zahlen sowohl zum Rüben- und Gasertrag als auch zum optimierten Produktionsverfahren zur Verfügung zu stellen. Die Laufzeit des Projekts beträgt zwei Jahre. Sobald gesicherte Ergebnisse vorliegen, werden diese der landwirtschaftlichen Praxis und Beratung zur Verfügung gestellt.