RRV begrüßt NRW-Initiative zur Stützung des Zuckerrübenanbaus

Datum des Artikels Montag, 25.02.2019

Der Rheinische Rübenbauer-Verband e.V. (RRV) begrüßt die Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die Rahmenbedingungen für den nordrhein-westfälischen Zuckerrübenanbau verbessern zu wollen...

Ein entsprechender Beschluss ist am 21. Februar im Landtag verabschiedet worden. „Das ist ein gutes erstes Signal an die Rübenanbauer“ erklärt der RRV-Vorsitzende Bernhard Conzen. „Politische Maßnahmen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene sind dringend notwendig, um eine nachhaltige Schädigung der heimischen Zuckerwirtschaft zu vermeiden. Zuckerrüben werden nur dann angebaut, wenn dies wirtschaftlich ist. Für die meisten Anbauer in NRW wird das Ergebnis des Rübenanbaus in 2018/19 negativ sein“, so Conzen weiter.

Nach Ansicht des RRV ist der Ansatz, dass eine Wirtschaftlichkeitsstrategie für den heimischen Rübenanbau erarbeitet werden soll, richtig. Diese müsse das Problem gekoppelter Rübenbeihilfen in 11 EU-Mitgliedstaaten beinhalten. Auch die Forderung der NRW-Landesregierung nach einer EU-weiten Angleichung von Notfallzulassungen bei Rübenbeizen sei gerechtfertigt, denn es gilt, wieder faire Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU zu schaffen. In mittlerweile 13 von 19 EU-Staaten dürfen die bisherigen Rübenbeizen trotz eines EU-weiten Anwendungsverbots per Notfallzulassung weiter eingesetzt werden, da es keinen gleichwertigen Ersatz bei der Bekämpfung virusübertragender Blattläuse gibt. In Deutschland wurden die entsprechenden Anträge bislang abgelehnt.

Seit knapp drei Wochen wird überall im rheinischen Rübenanbaugebiet gegen Wettbewerbsverzerrungen auf dem EU-Zuckermarkt zum Nachteil rheinischer und deutscher Zuckerrübenanbauer demonstriert. Über 1000 Anbauer und Mitarbeiter rheinischer Zuckerfabriken haben sich bereits an dem Protestkundgebungen beteiligt. Die Aktionen werden zunächst bis Ende Februar fortgesetzt.

Rheinischer Rübenbauer-Verband e.V.

22. Februar 2019