Rheinischer Zuckerrübenanbau- nachhaltig, umweltfreundlich und verbrauchernah

Datum des Artikels Donnerstag, 06.10.2016

Vom 6. bis 8. Oktober präsentiert sich die rheinische Landwirtschaft im Rahmen des vom Forum Moderne Landwirtschaft (FML) und dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) organisierten "ErlebnisBauernhofs"...

Rheinischer Zuckerrübenanbau – nachhaltig, umweltfreundlich und verbrauchernah

Vom 6. bis 8. Oktober präsentiert sich die rheinische Landwirtschaft im Rahmen des vom Forum Moderne Landwirtschaft (FML) und dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) organisierten „ErlebnisBauernhofs“ den Verbrauchern auf dem Bonner Münsterplatz. Der Rheinische Rübenbauer-Verband (RRV) stellt im Rahmen der Veranstaltung die heimische Rübenproduktion vor.

Regionale Zuckererzeugung in verändertem Umfeld

Durch die Reform der EU-Agrarpolitik steht die europäische und damit auch die rheinische Zuckerwirtschaft vor den politisch und wirtschaftlich größten Veränderungen seit 50 Jahren. Durch den Wegfall des Quotensystems im Jahr 2017 wird sich der Wettbewerbsdruck auf dem europäischen Zuckermarkt deutlich verstärken. Die rheinische Anbauregion hat gute Voraussetzungen, diesen Wettbewerb zu bestehen und die Produktion sogar auszudehnen. Gute Böden, gesunde Fruchtfolgen und geringe Transportkosten infolge eines Anbaus „vor der Haustür der Verbraucher“ stellen eine gute Basis für die nachhaltige Sicherstellung des Anbaus dar.

Alternative Biogassubstrat

Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich der RRV auch intensiv mit dem Thema Rübe als Biogassubstrat. Nach den mittlerweile vorliegenden Ergebnissen stellt die Rübe eine echte Alternative oder zumindest Ergänzung zum Mais als pflanzliches Biogassubstrat dar. Derzeit untersucht der RRV in einem vom Landeslandwirtschaftsministerium NRW geförderten Forschungsprojekt die Verwendung frischer Rüben als Biogassubstrat. Die Rübe besitzt hervorragende Gäreigenschaften und liefert hohe Gaserträge. Sie ist eine Gesundungsfrucht für Mais betonte Fruchtfolgen und bindet je Hektar mehr als 30 t CO2. Der RRV geht davon aus, dass sich der Rübenanbau zum Zwecke der Biogaserzeugung deshalb in den kommenden Jahren noch weiterentwickeln wird.