GAP Zucker: Laufzeitverkürzung ohne fachliche Begründung

Datum des Artikels Mittwoch, 26.06.2013

Mit Unverständnis hat der Rheinische Rübenbauer-Verband e.V. (RRV) die Entscheidung im Rahmen der GAP-Verhandlungen aufgenommen, die laufende Zuckermarktordnung nur noch bis zum Jahr 2016/17 zu verlängern...

Der RRV-Vorsitzende Bernhard Conzen kann nicht nachvollziehen, warum man ein über Jahrzehnte für die Verbraucher und Wirtschaftsbeteiligten erfolgreiches System nun ohne Not verfrüht aufgibt. "Nach wie vor", so Bernhard Conzen, "habe ihm bis heute niemand in Brüssel sagen können, warum die Zuckermarktordnung unbedingt bereits in 2016/17 auslaufen müsse und nicht, wie u.a. von der Zuckerwirtschaft selbst, dem Europäischen Parlament und den LDC bzw. AKP-Staaten gefordert, erst in 2020". Seiner Überzeugung nach wurden bei dieser Entscheidung die besonderen Bedingungen des Zuckersektors nicht ausreichend gewürdigt. Offensichtlich sei man nicht gewillt gewesen, dem Sektor ausreichend Zeit einzuräumen, um sich an die Weltmarktbedingungen anzupassen.

Conzen hofft nun, dass man dennoch in der Lage ist, die negativen Konsequenzen dieses Votums auf den heimischen Anbau in Grenzen zu halten. Dafür sei ein klares Regelwerk für die Zeit ab 2017 zu erstellen, auf dessen Basis die deutschen und europäischen Rübenerzeuger auch nach dem Auslaufen der Zuckermarktordnung mit Quotensystem und Rüben-Mindestpreis nachhaltig gesichert Zuckerrüben anbauen und somit die europäischen Verbraucher mit heimischem Zucker versorgen können. Im Interesse einer weiterhin funktionierenden Versorgungskette werde der RRV daran konstruktiv mitarbeiten.

Rheinischer Rübenbauer-Verband e.V.
Bonn, 26. Juni 2013