CIBE-Stellungnahme: Zuckerquotenregelung wird nur bis 2017 verlängert

Datum des Artikels Donnerstag, 27.06.2013

Nach eineinhalb Jahren harter Arbeit und schwierigen Beratungen gelang es dem Ausschuss für Landwirtschaft des Europäischen Parlaments und dem Agrarministerrat, sich über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik zu einigen...

Diese wichtige politische Vereinbarung zwischen den beiden Mitgesetzgebern verlängert die aktuellen Zuckerbestimmungen, einschließlich der Zuckerquotenregelung, ab dem 30. September 2015 und bis zum 30. September 2017. Sie beinhaltet auch eine Regelung für die Zeit ab dem 1. Oktober 2017.
Die europäischen Rübenanbauer sind angesichts dieses Ergebnisses besorgt. Sie sind der Auffassung, dass die Verlängerung der einheitlichen GMO bis 30. September 2017 - anstatt wie vom Europäischen Parlament vorgeschlagen bis zum 30. September 2020 - eindeutig eine zu kurze Frist ist. CIBE Präsident Jørn Dalby: „Das ist nicht das, was unsere Branche und die Zucker erzeugenden Länder in den AKP-Staaten und LDC brauchen. Nach einer drastischen Restrukturierung unserer Branche zwischen 2006 und 2009 erlegen uns die europäischen Gesetzgeber nun eine weitere drastische und grundlegende Veränderung in nur weinigen Jahren auf! Dies ist kein gutes Timing. Es wäre mehr Zeit nötig gewesen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in einem stabilen Rahmen weiter zu verbessern. Nun wird uns das Ende der Quotenregelung im Jahr 2017 in eine sehr instabile und volatile Situation bringen, und dies ohne irgendwelche Marktstabilisierungsmassnahmen. Es ist sehr enttäuschend, dass der Rat unter der irischen Präsidentschaft dies nicht berücksichtigt hat und dem Vorschlag des Europäischen Parlaments nicht gefolgt ist.“
Allerdings entschieden Rat und Parlament, die vertraglichen Rahmenbedingungen zwischen Rübenanbauern und Zuckerproduzenten nach 2017 und für den gesamten Zeitraum der Verordnung zur einheitlichen GMO beizubehalten. Jørn Dalby fügte hinzu: „Wir müssen auf die endgültigen Texte und die Details warten, um diesen vereinbarten Rahmen vollständig analysieren zu können. Während die vertraglichen Rahmenbedingungen sicherlich nicht das Ende der Marktmaßnahmen im Jahr 2017 vollständig kompensieren werden, sind sie dennoch ein positiver Aspekt für uns, da sie eine entscheidende Rolle für das gute Funktionieren der Rübenversorgungskette spielen. Ihre Aufrecherhaltung belegt die Vorbildlichkeit unserer Branche in Bezug auf die ausgewogene Verteilung von Rechten und Pflichten zwischen Anbauern und Verarbeitern. Diese Vorgaben sind für die Einkommen der Anbauer entscheidend. Ich danke besonders EP-Berichterstatter M. Dantin und seinem Team für diesen Erfolg, da dies auf sein großes Engagement und seine Arbeit zurückgeführt werden kann und ich gratuliere ihm zu dieser Beharrlichkeit.“
Jørn Dalby weiter: „Wir haben in den letzten 18 Monaten eine Menge Energie darauf verwendet, die Vorteile dieser höchst nachhaltigen Feldfrucht zu erklären. Wir werden auch weiterhin bestmöglich unsere Arbeit tun, aber auch die Europäische Kommission hat ihre Hausaufgaben zu erledigen. Entscheidend ist, dass bis zum Jahr 2017 und auch nach 2017 die Europäische Kommission verantwortlich ist, das Gleichgewicht auf dem europäischen Zuckermarkt zu gewährleisten und Rübenanbauern und Zuckerproduzenten zu ermöglichen, die Nachhaltigkeit und Dynamik eines wichtigen Sektors der europäischen Landwirtschaft zu sichern.“

PRESS RELEASE
International Confederation of European Beet Growers (CIBE)
Contact: E. LACOSTE
27 June 2013
elisabeth.lacoste@cibe-europe.eu
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