Projekt zum Einsatz von frischen Rüben in Biogasanlagen abgeschlossen

Datum des Artikels Mittwoch, 10.01.2018

In einem vom Landwirtschaftsministerium NRW geförderten Forschungsprojekt hat sich der Rheinische Rübenbauer-Verband mit der Fragestellung beschäftigt, über welchen Zeitraum man Biogasanlagen mit „frischen“ Rüben versorgen kann.

Aus diesem Grund wurde auf zwei Standorten im Rheinland über zwei Jahre der Ertragsverlauf von Rüben im Feld ab Mitte August bis Ende November ermittelt und anschließend die weitere Entwicklung während der Feldrandlagerung bis Mitte März dokumentiert. Über den Zeitraum von 7 Monaten sind die Rüben in regelmäßigen Abständen auf Trockenmasse-, Zucker- und Gaserträge untersucht worden. Des Weiteren wurden die Verfahrenskosten über den gesamten Zeitraum bewertet.

Die Ergebnisse des Projektes zeigen, dass sich frische Rüben sehr gut über einen Zeitraum von 7 Monaten in Biogasanlagen einsetzen lassen und Anteile anderer Substrate wie beispielsweise Mais ersetzen können, ohne dass größere Investitionen in Lagerkapazitäten getätigt werden müssen. Die Versuche bestätigen das hohe Potential der Zuckerrüben, deren Methanerträge zum Erntetermin auf den beprobten Flächen zwischen 6.800 m³/ha und 8.400 m³/ha lagen.

Auf geeigneten Standorten lagen die variablen Anbaukosten der Zuckerrüben je t Substrat bereits ab September unter denen von Mais. Eine verlust- und beschädigungsarme Ernte vorausgesetzt, bietet die Feldrandlagerung von Rüben die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Einsatzes von frischen Rüben in Biogasanlagen über einen Zeitraum von bis zu 7 Monaten.

 

Auf Nachfrage kann der Projektbericht unter mail@rrvbonn.de bestellt werden.

 

Bonn, den 10. Januar 2018

 

Rheinischer Rübenbauer-Verband e.V.